Schulprogramm – Die offene Ganztagsschule (OGTS)

Durch die großen gesellschaftlichen Veränderungen, die zunehmende Berufstätigkeit beider Elternteile, aber auch durch die steigende Zahl allein erziehender Eltern, kommt der Grundschule eine zunehmend größere Bedeutung im Leben der Schülerinnen und Schüler zu.

Einen Weg, um den Bedürfnissen der Kinder auch im Sinne unserer Präambel gerecht werden zu können, sieht die Grundschule Bickbargen in der Entwicklung zu einer offenen Ganztagsschule. Mit Beginn des Schuljahres 2013/14 können die Schülerinnen und Schüler an allen Wochentagen die Angebote nutzen und vielfältige Erfahrungen sammeln. Die Schule bemüht sich um ein ausgewogenes Kursangebot, um die Interessen aller Kinder anzusprechen. Ab dem Schuljahr 2013/ 2014 wird die OGTS auf den Freitag erweitert. Die Schule bietet eine Ferienbetreuung in den Oster- sowie Herbstferien von einer Woche sowie von drei Wochen in den Sommerferien an.

2006 erhielt die Schule einen Preis beim bundesweiten Wettbewerb für Ganztagsschulen „Zeigt her eure Schule“, 2007 wurde sie zur Referenzschule des Landes Schleswig- Holstein ernannt, von 2008 bis 2009 war sie zudem im bundesweiten Netzwerk Entwicklung von Ganztagsschulen eingebunden. Im April 2010 wurde der Status der Referenzschule für weitere 3 Jahre erneuert.

1. Das konzeptionelle Ziel

Das Ziel der OGTS Bickbargen ist die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler auf der Basis einer engen Kooperation zwischen der Schule und verlässlicher Kooperationspartner. Alle Kinder sollen sich in der Schule wohl fühlen und sich auf die anwesenden Be -treuerinnen und Betreuer im Vormittags- wie im Nachmittagsbereich verlassen können.

Unter individueller Förderung verstehen wir, den Kindern ein möglichst umfangreiches Angebot anzubieten. Hierzu gehören die Betreuung während des Essens ebenso wie die Hilfe bei den Hausaufgaben, die Gestaltung der Mittagsfreizeit und die Durchführung der Nachmittagsangebote. Um dafür Sorge zu tragen, dass alle Kinder best möglichst umsorgt und gefördert werden, arbeiten Lehrkräfte, Erzieherinnen der Schule und der gemeindlichen Kindertagesstätte, die Mitarbeiter der Ortsjugendpflege sowie Honorarkräfte zusammen.

Seit Beginn des Schuljahres 2007/ 2008 werden die Erstklässler in den ersten Monaten in einem eigenen Raum betreut. Ein zweiter Betreuungsraum, das Ruheparadies, steht  zur Verfügung.                                                         

2. Der Träger der Offenen Ganztagsschule

Träger der Offenen Ganztagsschule an der GS Bickbargen ist der Trägerverein der OGTS der Grundschule Bickbargen e.V. In dieser Funktion werden alle Angelegenheiten, die die Offene Ganztagsschule (OGTS) betreffen, in Zusammenarbeit mit dem Schulverein erledigt. Der Verein beantragt die Fördergelder, zieht die Elternbeiträge ein und kümmert sich um alle weiteren finanziellen Belange. Dabei wird er unterstützt von der Schulleitung, der Ganztagsschulkoordinatorin und dem AK Offene Ganztagsschule.

3. Interne Koordination von Vor- und Nachmittag

Seit Bestehen der OGTS ist diese ein fester Tagesordnungspunkt jeder monatlichen LehrerInnenkonferenz. Alle erarbeiteten Vorlagen aus dem Arbeitskreis OGTS  werden in die Lehrerkonferenz getragen und dort beschlossen.

4. Freiwilliges Soziales Jahr an der GS Bickbargen

Seit dem Schuljahr 2011/12 stellt der Trägerverein der OGTS der Grundschule Bickbargen jährlich mindestens 2 Abiturienten ein, die ab August oder September ein freiwilliges soziales Jahr an der Schule ableisten. Der Einsatz umfasst sowohl die Betreuung einzelner Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtszeit als auch Aktivitäten im Bereich der Offenen Ganztagsschule.       

5. Zur Kooperation mit außerschulischen Partnern

Die GS Bickbargen hat mittlerweile 8  Kooperationspartner aus unterschiedlichen Bereichen. Zu den Kooperationspartnern zählen der Trägerverein Schulverein Bickbargen , die Kita Schule Bickbargen, die Ortsjugendpflege, die Halstenbeker Turnerschaft, die Bücherei Halstenbek, die VHS Halstenbek, die Musikschule Pinneberg, die Schlauberger Factory und das Tanzstudio Capriole. Um sicherzustellen, dass alle Kooperationspartner über den Ablauf der OGTS informiert sind, gibt es unterschiedliche Informationskanäle. Arbeitskreis OGTS tagt nach Bedarf.
dem je ein Vertreter/ eine Vertreterin der Kooperationspartner, der Schulverwaltung, des SEB, der Honorarkräfte sowie des Kollegiums und die Schulleitung angehören. Einmal im Schulhalbjahr findet eine Konferenz aller OGTS- Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen statt. Die Teilnahme ist verbindlich. Die Schule bemüht sich ferner, Fortbildungsangebote für Honorarkräfte zu empfehlen.

6. Das Backoffice-System der OGTS Bickbargen

Um sicher zu stellen, dass nachmittags stets eine Lehrkraft präsent ist, gibt es ein Backoffice-System. Auf diese Weise steht im Notfall den Honorarkräften immer ein Ansprechpartner/ eine Ansprechpartnerin zur Verfügung, der/ die nicht in die Kursangebote eingebunden ist. 
7. Evaluation
Einmal jährlich, in der Regel im Mai, findet ein „Tag der offenen Tür“ in der OGTS statt, an dem alle Kursleiter ihre Türen öffnen und den Besuchern Einblick in die geleistete Arbeit gewähren.

Mit Hilfe von Fragebogenerhebungen werden in Abständen Rückmeldungen erfragt, um die Bedürfnisse der Kinder und der Eltern zu ermitteln. Die Schule war seit Beginn an der STEG- Studie (Studie zur Entwicklung der Ganztagsschule) beteiligt. Diese ist nun nach dreimaliger Erhebung abgeschlossen.

8. Das Schulessen

Ein wichtiger Bestandteil der Ganztagsschule ist ein gesundes, kindgerechtes Mittagessen.
Es einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitserziehung. Aus diesem Grund legt die GS Bickbargen großen Wert auf ein Essen auf der Basis des Optimix. Die Verpflegung durch einen Pächter in unseren Räumen garantiert eine hohe Qualität. Daneben dient das gemeinsame Essen in der Mensa der Kommunikation. Die Mitarbeiterin der Schulsozialarbeit leitet die Kinder zu einem geordneten, wertschätzenden Umgang miteinander und einer angemessenen Esskultur an und sorgt so für eine angenehme Gesamtatmosphäre.

Unser Ziel ist weiterhin die regelmäßige Qualifizierung der Honorarkräfte.